Trump appelliert an schwarze US-Bürger: Probiert Neues! | Grüsst mir die Sonne…

Es heißt, dass die meisten farbigen US-Bürger die Demokraten wählen. Eine Tendenz, die durch Barack Obama wahrscheinlich gefestigt wurde. So ist Michelle Obamas Empfehlung, Hillary Clinton zu wählen, damit eine Frau erstmals das Präsidentenamt bekleiden könne, nicht nur Frauen und deren Versteher, sondern auch an schwarze US-Bürger gerichtet: Hillary Clinton macht ebenfalls Politik in unserem Sinne. Wählt sie. -Dagegen hat Donald Trump es freilich schwer. Zumal ihm der Ruf des „Rassisten“ anhaftet.

_von Valentina Schacht

Allerdings hat auch er schwarze Fans und Wähler. Über die wird jedoch kaum berichtet, oder wenn, dann im Stil der FAZ, die einen 16jährigen schwarzen Trump-Fan als Mega-Exoten präsentierte. Jetzt wandte sich Trump bei einer Rede in Michigan an die farbigen US-Bürger. Sofern die Konformistenpresse diese Ansprache überhaupt erwähnte, unterstellte sie Trump „Buhlerei“ um eine weitere Wählergruppe, und nannten den Aufruf als „gewagt“. Nun denn. Trump betonte, dass „keine Gruppe in Amerika“ durch die Politik der Ex.Außenministerin Clinton stärker geschädigt worden sei, als die Afroamerikaner. Sein Aufruf an die Betroffenen: „Was habt ihr zu verlieren, wenn ihr etwas Neues versucht wie Trump? Ihr lebt in Armut, eure Schulen sind nicht gut, ihr habt keine Jobs, 58 Prozent eurer jungen Leute sind arbeitslos – was zum Teufel habt ihr zu verlieren?“

Tatsächlich hat das US-Establishment in den vergangenen Jahre lediglich Verschärfung der Political Correctness hervorgebracht. Aber was nutzt es Farbigen, wenn Weiße sie nicht mehr als „Schwarze“, sondern als „People of Colour“ (ohne Witz, so lautet der neueste PC-Ausdruck) bezeichnen sollen? Einen Scheiß nutzt das. Wie Trump feststellte: Bei Armut und Arbeitslosigkeit sind Schwarze weiterhin überrepräsentiert. In jüngster Zeit schießen auch Polizisten ohne Not auf sie. Endloser Hass. Die Hoffnung, dass dies unter Obama ein Ende finde, endete als bittere Enttäuschung. Und Trump hat Recht, wenn er fragt, ob die Schwarzen nicht langsam die Schnauze voll vom Establishment habe, dass nur mit Ersatzlösungen (neue PC-Wörter) abspeist. Sollten sie nicht wirklich mal was „Neues“ versuchen? Ob Trump ihnen dieses „Neue“ bieten kann, muss man der Entscheidung der farbigen US-Wähler überlassen.

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Aber Trumps Rede gilt auch für viele EU-Bürger. Hier entscheidet weniger die Hautfarbe. Nein, hier entscheidet, ob man zu den „Globalisierungsgewinnern“ oder den anwachsenden „Globalisierungsverlierern“ gehört – wie „Die Zeit“ die Bevölkerung kürzlich einteilte. Letztere, die Verlierer, besteht aus Prekariern, Billiglohn-Jobbern, Hartz-IV-Empfängern, Ein-Euro-Sklaven, Aufstockern und Wegrationalisierten. Jene, die man des Brexits beschuldigt, die man als „Rassisten“ und „Ewig Gestrige“ beschimpft, weil sie sich soziale Marktwirtschaft zurückwünschen. Wie die Farbigen der USA werden sie vom Establishment nicht mehr vertreten. Nicht von CDU, SPD, FDP oder Grünen. Auch hier ist es Zeit, etwas Neues zu versuchen. Wer oder was dieses Neue ist, ob es schon da ist oder noch kommen muss – das sollte muss jeder für sich klären. Aber eins gilt in jedem Fall: Alte Anhänglichkeiten an Parteien müssen endgültig begraben werden.

Quelle: Trump appelliert an schwarze US-Bürger: Probiert Neues! | Grüsst mir die Sonne…


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