Weserkurier? Ist das noch Journalismus? | Gschwollschädel: Operative Kommunikation

Da nimmt ein Politiker mal die Sorgen der Bürger auf und wird vom Weserkurierprompt abgestraft. Eigene Recherche NULL. Kein Wunder, dass die Verkaufszahlen der Printmedien in den Keller gehen und Bürger aus Politikverdrossenheit nicht mehr wählen.

Aktuell dazu:

Berlin – Zu Beginn der Urlaubszeit mahnen das Umweltbundesamt und Naturschützer die Bürger, auf Flugreisen möglichst zu verzichten. Je näher das Reiseziel, desto geringer seien die Klima- und Umweltschäden.

Mit solchen tendenziösen Artikelchen treibt der  „Politik-Korrespondent Bernhard Honnigfort“ ein bekanntes Spielchen, das momentan bis in die kleinste Provinzzeitung gepusht wird: „Chemtrail-Gläubige leben im Wahn!“  Ob es dafür wieder einen Journalistenpreis gibt? Auf dem untergehenden Printmedienschiff?

Aber siehe da, genau das wurde Bundestagsabgeordneten auch während Debatten zur giftigen Kabinenluft „aerotoxisches Syndrom“ vorgeworfen: „Brandstifter und psychisch krank“ sei man.  Heute ist man kleinlauter geworden, das aerotoxische Syndrom wird als Berufskrankheit für Bordpersonal und Piloten anerkannt. Passagiere müssen selbst damit klarkommen!

In Zeiten des #Dieselskandales ist das schon besonders dreist, sich über Umweltschützer lustig zu machen, welche die Abgassauerei am Himmel nicht so lustig finden!

Die Kosten für eigene Untersuchungen kann sich Herr Bäumer allerdings sparen. Denn gerade Deutschland ist bei der Forschung zu Wolken und persistenten Kondensstreifen federführend und gibt jährlich Millionen Steuergelder dafür aus. Allerdings kommt man an die erhobenen Daten gar nicht so leicht heran, weil die beteiligten Wissenschaftler Urheberrecht und Copyright haben – trotz Finanzierung durch die Allgemeinheit.

Bin ich eine Klimasau von Klaus Fuesser

Bin ich eine Klimasau von Klaus Fuesser

Und denken sie immer daran, wenn der Himmel manchmal fast komplett durch Flugzeug-Kondensstreifen gedimmt ist:

Überall wo sie einen vermeintlichen Kondensstreifen sehen, da sind auch reichlich Abgase vorhanden. Wenn sie das alles lustig und harmlos finden, dann können sie auch mit dem LKW zum Brötchenholen fahren.

Für einen kleineren Urlaubsflug rechnet man heute mit 18 000 kg Schadstoffe pro Person! Also: Lassen wir die Umweltsau nochmal richtig raus – haha „Chemtrails“!

Richtig ist, dass Herr MdL Martin Bäumer zum „Geoengineering“ angefragt hat, Solar Radiation Management, wie das künstliche Dimmen des Himmels offiziell heißt, ist nur ein Teil davon!

Außerdem war der Regierung das Geld dafür, eine fünstellige Summe, zu schade.

Richtig ist, dass wir in Deutschland nicht nur den weltweit anerkannten Wolkenpapst Stephan Borrmann haben, sondern dass Deutschland Millionen Steuergelder aufwendet, um in diesem Bereich zu forschen. Oder ist man bereits Teil des Geschehens? Der Verdacht liegt nahe – sehr nahe!

Chemtrails gehören in die wirre Wahnwelt von Verschwörungstheoretikern.

Das wurde bei Uweltschützern lange diskutiert. Immerhin kommt man neuerdings eher mit einer „Verschwörungstheorie“ in die bundesweiten Medien, als mit den Fakten zurUmwelt- und Gesundheitsschädlichkeit des Flugverkehrs. Zumal ja die zuständigen Minister 1:1 die Vorlagen der Lobby nachplappern – so wie man es von diesen Strategen erwartet.  Dieser erneute Diffamierungsversuch der Medien geht gerade fulminal nach hinten los, denn die Menschen sind längst dieser Umweltschweinerei auf der Spur – trotz Verniedlichung als Jo-Jo-Sommer – Freakwetter trifft es schon eher!

Die Anhänger des Chemtrail-Wahns glauben, dass die Kondensstreifen der Flugzeuge am Himmel keine Kondensstreifen sind, sondern Chemikalien.

Einfach mal beim Luftfahrtbundesamt in Basel recherchieren, was denn so an Chemikalien in den Flugzeugabgasen enthalten ist.  Kleiner Tipp: Vitamine und Mineralstoffe sind es eher nicht!

Im Brandenburger Landtag hat man sich auch schon mit Chemtrails beschäftigen müssen. Die Linken-Abgeordnete Andrea Johlige hat einmal eine kleine Anfrage zu den Phänomenen am Himmel gestellt und dann von der Regierung erfahren, man habe „keine Hinweise“ auf Chemtrails.

Der Brandenburger Landtag – dazu sagt man lieber nichts.  Die sind gestraft genug!

Das Berliner Landgericht entschied 2012, dass der Wettermoderator Jörg Kachelmann die Anhänger der Giftwolken-Theorie ungestraft „Neonazis und Verrückte“ nennen dürfe.

Auch hier wieder absichtlich falsch dargestellt – der Richter war damals der Meinung, dass der Begriff „NAZI“ inflationär gebraucht werde – deshalb kein strafwürdiger Sachverhalt.

Kachelmann ist ja heute kein Name mehr – sonst hätte man das Verfahren längst wieder neu aufleben lassen. Aber wie gesagt: 250 000 Anti-TTIP Demonstranten mußten sich den Vorwurf auch gefallen lassen: Von Nazi-Hintermännern gesteuert.

In der Verschwörungslogik der Chemtrailer sind Regierungen, Forschungsinstitute und wohl auch Wettermoderatoren Teil des großen bösen Systems, das sich verschworen hat, das Volk zu belügen und dann weiter die Menschheit zu vergiften. 

Angesichts der Dieselproblematik und der Kollateralschäden, welche die Umweltgifte mittlerweile fordern, angesichts der neuesten Forschungen etwa zu den Feinstaubemissionen, da muß auch ein Honigfort aus seiner Selbstbestätigungsblase dringend heraus, sonst droht Realitätsverlust!

Schreibt man so einen Mist eigentlich freiwillig oder wird man gezwungen? Oder hat man einfach nur ein Brett vorm Kopf?

Lesen sie dazu bitte auch:

Wir wissen von nichts – alles Verschwörungstheorien !

Metalldispersion als Kerosin-Additiv

Und aus dem Archiv des SPIEGELS

GUTACHTER„Ein Filz und ein Geflecht“

Wer durch Arbeit krank wird, hat es schwer, seine Rente durchzusetzen. Zwielichtige Sachverständige helfen den Berufsgenossenschaften, Ansprüche abzuwehren. Folge: Die Genossenschaften konnten als einzige Sozialversicherung ihre Beiträge deutlich kürzen.

Quelle: Weserkurier? Ist das noch Journalismus? | Gschwollschädel: Operative Kommunikation

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