Apathie: Die Gesellschaft als Unterstützer von Kriegen – gesundbleibenblog

August 28, 2013
Apathie: Die Gesellschaft als Unterstützer von Kriegen
stop ignorance
Das Dröhnen der Kriegstrommeln durchdringt im Augenblick Mark und Bein.

Die Medien machen ihren Job als Erfüllungsgehilfen und die Bevölkerung glänzt durch Desinteresse.

Das nächste völkerrechtswidrige Massaker durch den Westen steht vor der Tür, allerdings gibt es viele Dinge, die wichtiger zu sein scheinen.

Es ist beunruhigend zu sehen, wie sehr die Menschen mit sich selbst und wie wenig sie mit den aktuellen Problemen beschäftigt sind. Es ist Zustimmung durch Schweigen und damit wird man – wenn auch ungewollt – zum Mittäter.

Wie würden Sie wohl reagieren, wenn auf den Feuerleitständen nicht Syrische Gebiete, sondern Ihre Stadt als Ziel gekennzeichnet wäre? Wenn bereits morgen jemand aus Ihrer Familie durch eine Cruise Missile getötet werden könnte? Würden Sie nachts noch schlafen können?

Trotz fast lückenloser Überwachung stochert man seitens der USA im Dunkel, aber man hat nur wenige Zweifel daran, Assad ist für den Giftgasangriff verantwortlich.

So erstaunt es auch nicht, dass bereits kurze Zeit später die Raketenkreuzer vor der Syrischen Küste in Stellung gehen, die USA haben für so etwas eine Art dritten Sinn.

Auch der Afghanistanfeldzug war ja bereits vor den Anschlägen vom 11. September geplant, Vorbereitung ist eben alles.

Dass Politik und Presse lügen, bis sich die Balken biegen,  wie gedruckt – ist weder neu noch verwunderlich. Dass sich manche  Menschen jedoch derart penetrant dagegen wehren, die offensichtlichen Lügen zu erkennen, das ist schon beispiellos. Syrien ist nur eine der vielen Baustellen, wo  Menschen am Nasenring durch die Manege gezerrt werden und das widerstandslos akzeptieren.

Glauben die Menschen wirklich, die Politik würde sich für die Bürger einsetzen?

Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Menschen derart engstirnig sind. Wäre die Reihe der aufgedeckten Lügen nicht derart lang, könnte man es ja vielleicht noch verstehen. Aber so?

Es scheint fast so, als hätten die Menschen das Interesse an allem – inklusive sich selbst – verloren. Gefangen in einer künstlichen Matrix aus Bits und Bytes. Freunde hat man bei Facebook, im besten Fall gleich tausende. Dass man davon fast niemanden persönlich kennt, ist nur halb so wild. Immer ist jemand zur Stelle, wenn man wieder eins der wichtigen Ereignisse aus dem eigenen Leben teilen möchte, wie zum Beispiel die Teesorte zum Frühstück. Zehnmal geliked und der Tag ist mein Freund!

In den unzähligen Ballerspielen wird mit Drohnen, Predators und anderem Kriegsgerät rumgeholzt, nach dem digitalen Tod braucht es nur wenige Minuten des ungeduldigen Wartens, bis die Auferstehung folgt. Lassen Sie sich an dieser Stelle gesagt sein, wer in Syrien von einer Cruise Missile getroffen wird, hat dieses Privileg nicht. Der Tage habe ich mich mal etwas in einem Online-Egoshooter rumgetrieben, die Umgangsformen unter den Spielern sind desaströs. Beleidigungen der Mutter gehören da noch zu den harmlosesten Varianten. Ein Zeichen unserer anonymen Online-Mentalität.

Es ist vermutlich das Streben nach Anerkennung, was die Menschen in den Cyberspace treibt, dort kann man alles sein, was man möchte. Im echten Leben vielleicht ein “Versager”, aber beim Abballern von Mitspielern eben ein King. Für die Profile wird ein bissel gemogelt und aus einem Hauptschulabbrecher wird auf die Schnelle ein Student der Wirtschaftswissenschaften, auch wenn der Intellekt das nicht spiegelt. Dumm trifft Dümmer gibt es immer und wird es auch immer geben.

Die Flucht in die kleine heile Welt ist das gleiche Phänomen, was die Menschen vor den Fernseher treibt, um entweder die total heile Welt zu sehen oder eben eine so durchtriebene kaputte, dass die eigene doch irgendwie wieder intakt wirkt.

Hierbei verlieren die Menschen leider jedoch die reale Welt aus den Augen und in dieser gedenken sie ja doch zu leben. All der Hass und die Gewalt, die wir in die Welt hinaustragen, wird irgendwann wie ein Sturm über uns hereinbrechen. Da stimmt das alte Sprichwort: “Wir ernten, was wir säen.”

Die Menschen müssen sich für sich selbst, für andere Menschen und für die Realität interessieren, sonst werden sie in einer Welt leben, die nur aus Illusion besteht. Wenn Kinder als Terroristen verurteilt werden, weil sie kranke Sprüche bei Facebook posten, sind wir nicht mehr weit davon entfernt.

Es ist an der Zeit, der Politik die Rote Karte zu zeigen und klar zu machen, wir sind der Souverän und ihr geht zu weit! Hört auf, uns zu belügen, hört auf, unser Geld zu verschwenden und euch die Taschen voll zu stecken. Hört auf, andere Länder zu bombardieren und uns zu überwachen. Macht das. worauf ihr euren Eid geleistet habt – zum Besten des Volkes und des Staates.

Liebe Mitmenschen, interessiert euch wieder für Andere, verlasst die Matrix und werft einen Blick in die Realität. Nur solange das Kollektiv wegschaut, lässt sich dieser Wahnsinn fortsetzen und irgendwann ist eine Umkehr nicht mehr möglich.

KEINE BOMBEN FÜR LÜGEN, NICHT IN SYRIEN UND AUCH SONST NIRGENDWO! Das Leben eines jeden Menschen ist heilig und schützenswert.

Carpe diem

Quelle: Apathie: Die Gesellschaft als Unterstützer von Kriegen – gesundbleibenblog


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