Das sollten die Wähler wissen | UNSER MITTELEUROPA

Von Heinz Heckendorf

In der Politik werden all zu oft Zustände gerügt oder beklagt – ohne nach den Ursachen zu forschen. In der Politik werden eben diese Ursachen entweder vergessen – oder verschwiegen. Das erstere ist Dummheit der Protagonisten, man könnte auch sagen: Mangel an Bildung, aber das Verschweigen ist Betrug, – und Betrug ist normalerweise ein Straftatbestand – nur in der Politik offenbar nicht.

Unsere moderne Medientechnik macht es nicht nur dem investigativen Journalismus leicht, sondern auch dem Historiker – und vor allem, dem integren Politiker, wenn es darum geht, Hintergründe auszuleuchten. Den ehrlichen Absichten sind keine Grenzen gesetzt – der Unredlichkeit allerdings auch nicht.

Der Autor dieses Textbeitrags hat im Internet gestöbert – und siehe da, bei der Konrad-Adenauer-Stiftung waren die nachstehenden Textauszüge noch nicht gelöscht:

Fundstelle: www.konrad-adenauer.de/stichworte/europapolitik/europaische-einigung/

Beeinflusst von den stark föderalistischen Vorstellungen jener Jahre zwischen 1948 und 1950/51 enthielten seine (Adenauers) Reden immer wieder die Forderung nach einem Souveränitätsverzicht der westeuropäischen Demokratien zugunsten eines europäischen Bundesstaates. Auf dem Föderalisten-Kongress 1948 in den Haag bekräftigte er die Beteiligung Westdeutschlands an einem „vereinigten Europa“. Ein Verzicht, der unter damaligen Gegebenheiten dem besetzten Westdeutschland natürlich leichter fiel als den übrigen Nachbarstaaten.

Kein „Europa der Vaterländer” Nur zu gut wusste er: (Adenauer) „Die Deutschen sind Deutsche, die Franzosen Franzosen, die Niederländer Niederländer. Jeder will sein Vaterland behalten mit seiner Kultur, Geschichte und Sprache. Keiner kann verlangen, dass die berechtigte Eigenart aufgegeben wird.“ Europa könne man nicht wie ein Haus bauen, indem man einen Plan hat, Beton, Sand, eiserne Träger usw. bestellt und mit den Arbeiten anfängt, argumentierte Adenauer im November 1960 gegenüber einem französischen Journalisten. „Europa, das ist eher wie ein Baum, der wächst, der eine Schicht nach der anderen ansetzt, der aber nicht konstruiert werden kann.“ Allzu gut erkannte er, wohin sich Europa nicht entwickeln durfte: zu einem “Europa der Vaterländer” nach den Vorstellungen de Gaulles.

Die CDU, die sich damit zu Unrecht „Volkspartei“ nennt, möge sich nun auch in ihren Wahlkampfaussagen dazu bekennen, dass es ihr ausgemachtes und historisch überliefertes Ziel ist, Deutschland abzuschaffen. Man könnte nur noch sarkastisch ergänzen, dass Thilo Sarrazin seinen Buchtitel “Deutschland schafft sich ab” wohl bei der Adenauer-Stiftung geklaut hat.

Quelle: www.afd-freunde.de

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Quelle: Das sollten die Wähler wissen | UNSER MITTELEUROPA

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