Die verwahrloste Gesellschaft | Helmut Muellers Klartext

La societé negligée                                                                                                                The neglected society

Um etwas richtig zu schätzen, muß es einen nur einmal ab- oder verloren gehen. Wie die Freiheit zum Beispiel. Besonders in Zeiten des Wohlstandes wird  sie ja zu gering geschätzt, über Gebühr strapaziert und mißbraucht, was letztlich ihr Ende bedeuten kann. Einer im Zuge des Werteverfalls falsch verstandenen Liberalität verdanken wir es immerhin schon, daß immer mehr Bereiche der Gesellschaft einer zunehmenden Verwahrlosung und Zerrüttung anheimfallen. Wobei die vielen Facetten des Niedergangs  von vielen – vielleicht auch weil dieselben den menschlichen Fortschritt mit jenem der Technik verwechseln oder diesem gleichsetzen –  gar nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Wobei das Nicht-mehr- wahrnehmen das besonders Schlimme daran ist.

Was die wahre Freiheit und den wahren Gebrauch derselben am deutlichsten charakterisiere, sei der Mißbrauch derselben, wußte schon  Georg Christoph Lichtenberg. Und da wird es da und dort schon auf die Spitze getrieben. Nicht nur auf Gender-„Events“ und bei „Big Brother“. Wenn selbst die sogenannten Eliten die um sich greifende Verlotterung und Rücksichtslosigkeit sowie die Verwahrlosung öffentlicher Bereiche bereits als unvermeidlich hinnehmen oder tolerieren, dann sagt das über den Zustand einer Gesellschaft doch einiges aus. Wo die Verantwortung bei der  einen Tür hinausgeht, kommt bei einer anderen die Verantwortungslosigkeit herein, und mit ihr der Niedergang. Auch wenn er für viele eher harmlos daherkommt, er ist es absolut nicht.

Noch aber gibt es keine Gewißheit, daß wir den Tiefstwert der allgemeinen Verwahrlosung bereits erreicht haben. Gewiß ist nur, daß wir uns zumindest  in diese Richtung bewegen. Es ist zwar richtig, daß wir die Medien und die politisch Verantwortlichen dafür verantwortlich machen, aber ganz unschuldig sind wir, das Volk, auch nicht. Wir rümpfen zwar die Nase, ja dem einen oder anderen kommt gar schon die Galle hoch, aber letztlich konsumieren wir doch wieder die  dafür mitverantwortlichen, uns manipulierenden  Medien. Und wählen immer wieder die gleichen, verantwortungslosen Politiker, die uns mit den immer wieder gleichen Versprechungen am Kernproblem der Gesellschaft außen herum führen.

Eigentlich dürfte man, von Ausnahmen abgesehen, keine Zeitung mehr in die Hand nehmen, keinem Politiker mehr die Hand geben, wollte man sich diese nicht schmutzig machen. Was nicht allen einleuchten muß, denn die massive Verknotung wesentlicher Problembereiche, macht es für viele nicht gerade leicht zum Kern der Sache vorzustoßen. So nimmt manch einer  die unangenehmen Tatsachen lieber gelassen hin.

Ein Faktum ist; daß der Kontrollmechanismus, der  sich für unsere Gesellschaft über Generationen unerläßlich erwies, von der Politik ignoriert wird und deshalb nicht mehr richtig funktioniert. Zu  diesem gehörten die Religiosität, eine gewiße Bescheidenheit, ein stabiler Ordnungsrahmen und  das Bewußtsein, Teil einer Volks- oder Kulturgemeinschaft zu sein. Hier kann eine anscheinend entwurzelte Frau  Merkel als Bannerträgerin einer Abkehr davon gesehen werden.

Entgegen weit verbreiteter indoktrinierter Meinung, muß aber das Festhalten an Traditionellem absolut nicht heißen, ewig an einer bestimmten Stelle stehen zu bleiben. Aber heute ändert sich der Kanon der Verhaltensvorschriften ja von Tag zu Tag. Denn die  Kontrollmechanik von heute ist ganz anderer Natur und  sie beschränkt sich vor allem auf das Politische. Das geht nicht nur zu Lasten der Primärwerte, sondern auch schon der Sekundärtugenden wie Verläßlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Ordentlichkeit und Höflichkeit, was wiederum negative Folgen unter anderem für die zwischenmenschlichen Beziehungen hat.

Das Fehlen einer solchen Kontrolle ermöglicht aber die quotenbringenden Schweinereien und Absurditäten dieser Zeit. Dank politischer und Mehrheits-Passivität bleibt kein Winkel des menschlichen Körpers, auch nicht der Innerste, dem Publikum mehr verborgen. Da ist es eigentlich schon nicht mehr überraschend, daß einer ministeriellen Studie zufolge bereits jedes dritte österreichische Mädchen mit 14 Sex hat. Was, wenn man eine weitere Studie berücksichtigt, dazu führt, daß man später, so ab 18 Jahren, zu wahren Sexmuffeln wird.  Zuviel Sex tötet eben Sex, und die Liebe sowieso.

Aber so schnell gibt man an der profitgeilen Medienfront nicht auf. Da hätte  eine sympathische, leider Querschnittgelähmte junge Sportlerin, ein Interview mit einer ORF-Journalistin beinahe abgebrochen (leider tat sie es dann doch nicht), als diese Plaudertante von ihr wissen wollte, wie es denn jetzt so mit dem Sex sei. Abgesehen vom  mangelnden Taktgefühl einer halbgebildeten Journalistin, ist diese Haltung repräsentativ dafür, daß man glaubt, ohne Sex und ohne Respektierung der Gefühlswelt anderer keine Quoten mehr machen zu können. Daher geht es ja auch so weiter. Abwärts zwar, aber mit einem aufgeblasenen Zerrbild jener Erotik, die einst Künstler und Schriftsteller zu ihren großen Werken inspirierte hatte.

Doch Vergil, Montaigne, Michelangelo, Goethe  und Schiller scheinen, wenn überhaupt, nur mehr wenige Alte zu interessieren. I-Phone ist der neue Lebensbegleiter, Pokemon, der große Verführer. Und überall dort, wo die Spaßbegeisterten sich gerade aufhalten, hinterlassen sie jede Menge Müll, am Gehweg, auf der Wiese, wo immer. Zerstörung von öffentlichem Gut inklusive. Obzwar ein Benehmen, das, einschließlich sonstiger schlechter Manieren, noch am ehesten in den Griff zu bekommen wäre. Aber  hier schweigt die Politik. Die Autorität des Staates oder der jeweiligen Gemeinde scheint nicht existent. Das Hereinbrechen fremder Kulturen beschleunigt den Zerfall und führt zur kollabierenden Gesellschaft der das chronische Chaos folgen muß. Ob das dann auch noch Spaß macht?

Wer seines gesunden Verstandes noch mächtig ist, wird an dem Mißbrauch der individuellen Freiheit bis hin zu immer extremeren Grenzüberschreitungen kaum etwas Sinnvolles finden können. Doch Medien und Werbung setzen auf die perverse Neugier der Konsumenten, tragen die Keime des Niedergangs  in alle Gesellschaftsschichten hinein. Geschichtlich gesehen, läge das Weitere wie in einem offenen Buch vor uns.

Die Politik aber, die korrigierend eingreifen könnte, überläßt alles den als Lämmer getarnten Wölfen und Füchsen und einem Zeitgeist, der kaum morbider sein könnte. Was auf dem Boden falsch verstandener  Gleichheit und Liberalität inzwischen zum Auseinanderbrechen gemeinsamer Werte und daher zu Werterelativismus und des Weiteren zu dem Unsinn geführt hat, allen Kulturen gebühre dieselbe Würde und Achtung. Das hat unter anderem den übersteigernden Diversitäts-Unsinn begünstigt, der  klarerweise die Mehrheitskultur ebenso zum Verschwinden bringen wird wie das alpenländische „Grüß Gott“.

Die entwurzelte und desorientierte „Hallo“-Gesellschaft  (repräsentiert durch einen Kanzler, der zwar eine Schwulen und Lesben-Parade beehrt, nicht aber an einem „Marsch für die Familie“ teilnimmt)  ist im Grunde  ein Abbild  einer in wesentlichen  Bereichen moralisch verwahrlosten Politikergeneration, die nach ihrem Abgang alles Mögliche hinterlassen wird, nur kein freies und geordnetes Staatswesen. Doch werden jene, denen ein solches dann einmal abgeht, noch  in der Lage sein und die nötige Kraft dazu haben, etwas  Ähnliches  aufzubauen? Ich sehe zumindest derzeit weit und breit keinen Politiker, auch keinen Staatsmann, der das nötige Format dazu hätte.

Zum Thema

Sexuelle Verwahrlosung https://youtu.be/AVafP2r3tws

Sohn verwahrlost https://youtu.be/7Q3ENhn623g

Marsch für die Familie https://www.gloria.tv/video/fuTE61QiUZF64Bx5SqCxGYoVd

Regenbogen-Kanzler  https://youtu.be/F22HEN1pSZQ

Migranten plündern https://www.youtube.com/watch?v=og9fFVIpqoQ&feature=youtu.be

Björn Höcke liebt sein Volk https://youtu.be/nQ72wsiUWCE

Öffentliche Ordnung  https://youtu.be/tSwiUBlwJBs

Quelle: Die verwahrloste Gesellschaft | Helmut Muellers Klartext

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