Unser Geldsystem – Geld aus Schulden – YouTube

Veröffentlicht am 14.06.2014

Fiat Money = Multiple Giralgeldschöpfung

Banken verleihen kein Geld, Banken produzieren Geld aus dem Nichts heraus, welches dann MITSAMT Zinsen zurückgezahlt werden muss. Zinsen werden aber nicht mitgeschöpft beim Vorgang der Kreditvergabe!

Dieser Umstand, dass Zinsen nicht mitgeschöpft werden bei der Vergabe eines Kredits führt zwangsläufig zu gesellschaftlichen Verwerfungen. Die Konsequenzen hieraus sind:

I. Zwangsenteignungen bzw. Zwangsversteigerungen: Es muss mehr zurückgezahlt werden, als vorher an Geld geschöpft wurde – in solch einem Geldsystem steht nie genug Geld zur Verfügung, um alle Kredite + Zinsen zurückzuzahlen. Mindestens ein Schuldner wird seine Schulden aus SYSTEMTECHNISCHEN Gründen gar nicht zurückzahlen können

II. Wachstums-Wahn. Die Schulden bzw. Zinseszinsen werden durch eine exponentielle Funktionen abgebildet. Um die fälligen Zinsen und Zinseszinsen bedienen zu können, muss von Jahr zu Jahr immer mehr erwirtschaftet werden. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit zur Steigerung des BIP. Es müssen immer mehr Autos, mehr Impfstoffe, mehr Rüstungsgüter etc. produziert werden, um das gierige Maul des Wachstumsmonster zu stopfen. Es gibt übrigens in allen Teilen der Welt sogenannte „Autofriedhöfe“, auf denen niegelnagelneue Autos darauf warten, verschrottet zu werden. Die Fahrzeuge werden nur dazu produziert, damit die Konzerne ihre Bilanzen schönen können. Einfach danach googlen…

III. Neben dem Umverteilungsmechanismus von Fleißig nach Reich – dank der Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer u.a., die der Staat den fleißig Arbeitenden wegnimmt, werden die großen Gläubiger der „verschuldeten“ Staaten immer reicher – kommt auch ein immer größerer Raubbau an Natur und Umwelt und eine immer größer werdende Verschwendung natürlicher Ressourcen zustande. Der Zinseszinseffekt führt zu einer Konzentration von ganz viel Vermögen bei einer ganz kleinen Schicht von Menschen. All dem Guthaben der Superreichen stehen aber genauso viele Schulden gegenüber. Aber: Während das große Vermögen sich auf nur einige wenige „Erlesene“ verteilt, wird die große Schuldenlast von allen Bürgern getragen.

IV. Um der Problematik, die in Punkt I. erwähnt wurde zu „entgehen“ bzw. um diese aufzuschieben, muss die Geldmenge andauernd erhöht werden. Geld entsteht aber immer nur dann, wenn jemand einen Kredit aufnimmt. D.h., damit auch die fälligen Zinsen zurückgezahlt werden können, muss die Geldmenge erhöht werden. Es muss also jemand -der Staat, ein Unternehmen oder ein Privatmensch- einen Kredit aufnehmen. Dieser Kredit muss dann jedoch wiederum mit Zinsen an den Gläubiger zurückgezahlt werden. Die Folge: eine unendliche Verschuldungsspirale und ein unendlicher, nicht nachhaltiger Wirtschaftswachstumswahn!

ES GEHT AUCH ANDERS!
Es gibt ALTERNATIVEN zu unserem jetzigen verzinsten Geldsystem.

Eine Alternative ist das sogenannte „Fließende Geldsystem“, bei dem die Geldmenge dynamisch an die Menge der im Umlauf befindlichen Güter und Dienstleistungen = Realwirtschaft angepasst werden kann – daher auch „fließend“ – sowohl nach oben als auch nach unten hin!
Bei diesem Geldsystem haben Privatbanken auch nicht mehr das Privileg, Geld aus dem Nichts zu schöpfen, um es dann gegen Zins an den Gläubiger zu „verleihen“.

Das Fließende Geldsystem kommt ganz ohne den Zins aus!
Dem Fließenden Geldsystem liegt damit keine exponentielle Funktion zugrunde. In Rezessionszeiten bzw. in Zeiten der Wirtschaftsschrumpfung passt sich die Geldmenge im fließenden Geldsystem der Güter- und Dienstleistungsmenge an. In unserem aktuellen verzinsten Geldsystem wächst die Geldmenge – und damit die Schulden- immer und unabhängig davon, ob ein Wirtschaftswachstum oder eine Wirtschaftsschrumpfung vorliegt.

Es ergeben sich folgende Forderungen:

1. weg mit dem Zins bei der Kreditvergabe!
2. weg mit der Giralgeldschöpfung durch Geschäftsbanken! Es soll nur noch Vollgeld geben und nicht mehr das aus dem Nichts geschaffene Giralgeld. Das Vollgeld soll komplett durch realwirtschaftliche Werte gedeckt sein. Die Menge des Vollgeldes soll fließend an die im Umlauf befindlichen Güter und Dienstleistungen gebunden sein.

Damit die Leute im fließenden Geldsystem aber nicht anfangen, ihr Geld zu horten, wird es mit einem Umlauf-Impuls versehen- ähnlich wie im „Goldenen Mittelalter“. Der Umlaufimpuls
„zwingt“ die Leute, ihr Geld auszugeben, damit das Geld andauernd zirkuliert.

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