348 Millionen Euro für Syrien-Flüchtlinge: EU überweist Geld direkt auf Guthabenkarten – NZZ International: Flüchtlingskrise

348 Millionen Euro für Syrien-Flüchtlinge
EU überweist Geld direkt auf Guthabenkarten
8.9.2016, 15:39 Uhr
Die EU will syrischen Flüchtlingen in der Türkei erstmals über Guthabenkarten direkt Geld zukommen lassen. Brüssel stellt dafür 348 Millionen Euro zur Verfügung.
Syrische Flüchtlinge in einem Camp im Südwesten der Türkei. (Bild: AP )

Syrische Flüchtlinge in einem Camp im Südwesten der Türkei. (Bild: AP )

(dpa/afp) Dies sei das grösste humanitäre EU-Hilfsprogramm aller Zeiten, sagte EU-Kommissar Christos Stylianides am Donnerstag in Brüssel. Dieses Hilfsprogramm mit dem Namen «Emergency Social Safety Net» soll in erster Linie besonders bedürftigen syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen zu Gute kommen – bis Anfang 2017 rund eine Million Menschen. Sie sollen Geld für Grundbedürfnisse wie Essen oder Wohnungen ab Oktober 2016 auf eine ihnen zur Verfügung gestellten Karte bekommen und damit vor Ort einkaufen und bezahlen können.

Individuelle Beiträge

Die Höhe des Betrags, der jeweils auf diese Karte geladen werden soll, nannte Stylianides nicht. Denn dieser werde individuell ermittelt. Bei Familien gebe es zusätzliches Geld zum Beispiel für Bildung. Die Flüchtlinge bekämen dadurch auch «die Würde zu wählen», für was sie das Geld ausgeben wollten, anstatt nur von Nahrungsmittelhilfen abhängig zu sein, sagte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz weiter. Gleichzeitig vermeide die direkte Verteilung der insgesamt 348 Millionen Euro Verwaltungskosten. Auch örtlichen Läden und Dienstleistern in der Türkei nütze das Modell.

Umsetzungspartner ist das Welternährungsprogramm. Die türkischen Behörden seien an der Planung eng beteiligt gewesen, betonte Stylianides.

EU wehrt sich gegen Kritik

Das Programm belege, dass Europa «sein Versprechen hält, die Türkei bei der Beherbergung der grössten Flüchtlingsgemeinschaft der Welt zu unterstützen», sagte der EU-Kommissar, nachdem die türkische Regierung Anfang des Sommers kritisiert hatte, bisher sei von den versprochenen EU-Finanzhilfen so gut wie nichts vor Ort angekommen. In der Türkei leben rund drei Millionen Syrien-Flüchtlinge. Die EU hatte der Regierung in Ankara im Zuge der Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise Ende vergangenen Jahres drei Milliarden Euro für 2016 und 2017 zugesagt, weitere drei Milliarden wurden im März für die Zeit danach versprochen. Ziel des Hilfsprogramms ist es auch, Syrien-Flüchtlinge in der Türkei besser zu versorgen, damit sie sich nicht auf den Weg nach Europa machen.

Gelder für Hilfsorganisationen

Aus dem Milliarden-Fonds ausgezahlt sind laut Kommission bisher 181 Millionen Euro. Die Gelder gehen dabei zumeist nicht an die türkische Regierung, sondern an Hilfsorganisationen. Jeweils 300 Millionen Euro sind nach einer Kommissionsaufstellung allerdings für das türkische Gesundheits- und Bildungsministerium vorgemerkt. Weitere 60 Millionen Euro sind für die türkische Migrationsbehörde bestimmt, wovon bereits zwölf Millionen ausgezahlt wurden.

Quelle: 348 Millionen Euro für Syrien-Flüchtlinge: EU überweist Geld direkt auf Guthabenkarten – NZZ International: Flüchtlingskrise

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3 Gedanken zu “348 Millionen Euro für Syrien-Flüchtlinge: EU überweist Geld direkt auf Guthabenkarten – NZZ International: Flüchtlingskrise

  1. Immerhin haben sie jetzt genug Geld, um ihre Schlepper zu bezahlen und können endlich nach Europa aufbrechen.

    Aber genau so hat sich die EU-Mafia das ja auch gedacht.

    Man könnte auch sagen die Migranten sollen monetär angefixt werden, damit sie auf den europäischen Geschmack kommen, Europa, wo Geld und Honig in Strömen fliessen, zumindest wenn man kein Deutscher ist.

    Kein Tag vergeht an dem man als Einheimischer keine Ohrfeige geknallt bekommt.

    Es ist als wollten die Eliten einen Bürgerkrieg um jeden Preis provozieren.

    Prof. Mag. Dr. Michael Friedrich Vogt, „Destabilisierung mittels der Migrationswaffe“

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    1. Das stimmt, und die Kohle kommt immer wieder zu dem zurück der sie gegeben hat. wenn auch auf Umwege, aber sie kommt zurück. Nur werden wir davon nichts haben, weil es ja unsere Gelder waren (Steuergelder) die dafür genommen werden.

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