Populismus der besonderen Art // Lamya Kaddor zu DDR-Flüchtlingen und Übersiedlern | behindertvertriebentessarzblog

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Ein Artikel in der Welt von Lamya Kaddor // Populismus gegen vermeintlichen Rechtspopulismus

Zitat:

„Nein, wir müssen endlich darüber sprechen, was unsere Bringschuld ausmacht. Und eine solche haben wir de facto. Es ist deutsche Politik gewesen, „Gastarbeiter“ ins Land zu holen. Sie und ihre Nachkommen arbeiten nun hier und zahlen Steuern.

(…)

Sie sind keine Gäste mehr. Sie sind es ebenso wenig, wie es die Übersiedler aus der ehemaligen DDR sind.Ferner tragen wir als Gesellschaft Verantwortung für die Menschen, die bei uns in Deutschland Schutz suchen, denn wir sind nun einmal nicht gänzlich unschuldig an der Misere in vielen Ländern.“

(Quelle: welt.de/debatte/kommentare/article158190097/Wir-muessen-endlich-ueber-unsere-Bringschuld-sprechen.html, Auszug aus dem Buch: Die Zerreißprobe/Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht)

Eine Klarstellung:

Politisch Verfolgte und Flüchtlinge, wie auch Übersiedler der ehm. DDR, waren Deutsche nach dem deutschen Grundgesetz. Das sollte Frau Kaddor zur Kenntnis nehmen. Eine Vermengung mit Migranten und Gastarbeitern verbietet sich schon von daher. Auch sollte dem Versuch schon im Ansatz widersprochen werden, politisch Verfolgte mit Gastarbeitern und Einwanderern zu vermengen. DDR-Bürger brachten die gleiche Sprache, Kultur und in der Regel überdurchschnittliche berufliche Qualifikation mit. Und sie haben die Gesellschaft mitgestaltet. So kann man auch kaum der Argumentation von Frau Kaddor im Sinne einer Bringschuld der Deutschen folgen. Parallelgesellschaften sind völlig ungeeignete „Integrationskonzepte“ und die Aussage: „Sie und ihre Nachkommen arbeiten nun hier und zahlen Steuern“ trifft eben nicht auf alle zu  – und in der Tendenz scheinen Integrationserfolge derzeit eher abzunehmen. Das hat auch mit der Belastbarkeit von Aufnahmegesellschaften zu tun, aber auch mit der Bereitschaft, die Werte, die Kultur und die Rechtsordnung dieser zu akzeptieren und als die eigene zu schätzen.

Bedingt kann Frau Kaddor Aussage: „denn wir sind nun einmal nicht gänzlich unschuldig an der Misere in vielen Ländern…“ zustimmen. Dann muss aber erwartet werden, was mit „wir“ gemeint ist. Denn die Ursachen sind Neoliberalismus und Globalisierung sowie die ungezügelte Macht der Wirtschafts- und Finanzeliten mit ihren Helfern in Politik und Medien.

Quelle: Populismus der besonderen Art // Lamya Kaddor zu DDR-Flüchtlingen und Übersiedlern | behindertvertriebentessarzblog

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