Die Morgenzeitung

Am 22. Juli 2016 erinnerte ich an Napoleons Flucht aus seiner Verbannung auf Elba, den Beginn der hundert Tage, und zwar wegen der Kommentare der zeitgenössischen Presse. Als der Korse am 1. März 1815 in See stach, notierte eine französische Gazette: „Der Menschenfresser hat seine Höhle verlassen.“ 20 Tage später sollte Napoleon in Paris einziehen. In der Zwischenzeit produzierte die Pariser Presse unter anderem folgende Schlagzeilen: „Der korsische Werwolf ist bei Cap Juan gelandet.“ – „Der Tiger ist zu Gap angelangt.“ – „Das Ungeheuer ist nach Grenoble entkommen.“ – „Der Tyrann verweilte in Lyon.“ – „Der Usurpator hat sich Paris auf 60 Meilen genähert.“ – „Napoleon wird morgen unter unseren Mauern sein.“ – „Der Kaiser ist zu Fontainebleau angelangt.“ – „Seine Kaiserliche Majestät hielten gestern Abend Ihren Einzug in Ihr Tuilerien-Schloss.“

Meine Conclusio lautete damals: „An dieses drollige (De-)Crescendo musste ich denken bei der Überlegung, wie wohl die hiesige Presse…

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